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Resolution der ANCES-Generalversammlung 2012 Imprimer Email

Die ANCES hat sich mit der sozialen Lage in Luxemburg sowie den anstehenden Problemen befasst. Im vorliegenden Antrag skizziert die ANCES die Themenpalette, die Sie  bearbeiten will. Alle ANCES-Mitglieder sind eingeladen, sich an den entsprechenden Positionspapieren zu beteiligen. Die ANCES wird in Kontakt treten mit politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsträgern sowie Medienvertretern um diese Positionen und  Vorschläge in den allgemeinen Willensbildungsprozess mit einzubringen.

Konsens einer sozialen und solidarischen Gesellschaftbekräftigen und vorantreiben!

Für eine aktive Kinderrechtspolitik!

  • Wir begrüßen die Qualitätsoffensive[1] des Familien- und Integrationsministerium im Rahmen der sozialen Dienstleistungsschecks (Chèques-services) in der Kindertagesbetreuung:
    • Die Gesetzesinitiative ist Ausdruck eines dynamischen Qualitätssicherungsverständnisses bei dem nicht alleine auf eine einmalige Genehmigungsprozedur sowie Erstqualifikationen ausgegangen wird, sondern bei dem Qualitätssicherung als permanenter Prozess verstanden wird, der regelmäßig und unabhängig kontrolliert sowie ggfls. an veränderte Gegebenheiten angepasst werden muss.
    • Begrüßenswert ist die Ausarbeitung eines Referenzrahmens mit Qualitätsstandards, der insbesondere für Eltern mehr Transparenz in der Kindertagesbetreuung bietet und ihnen die Möglichkeit gibt, die pädagogische Qualität einzufordern, sei es bei den privaten, öffentlichen oder freien Trägern in diesem Bereich.
    • Die Einführung von 22 regionalen „agents enfance et jeunesse" sehen wir als wichtigen Schritt hin zu einer allgemeinen Qualitätskontrolle für alle sozialen Dienstleister, die am Rahmen des ASFT-Gesetzes konventioniert sind. Bei einer zukünftigen Novellierung des ASFT-Rahmens sollte daher über die Einführung einer eigenständigen Qualitäts- und Kontrollagentur für das Sozialwesen nachgedacht werden.
    • Qualität beginnt natürlich mit der Qualifizierung des Betreuungspersonals sowie des Personalschlüssels. In dieser Hinsicht ist darauf zu achten, dass Fachkräfte erst dann als qualifizierte Fachkräfte anzusehen sind, wenn sie tatsächlich über entsprechende Qualifikationen verfügen.
  • Die ANCES setzt sich weiterhin für die Verankerung der Kinderrechte in der Verfassung ein[2]. Nicht zuletzt sehen wir Kinderrechte als "juristischen Mehrwert" an, die uns eine notwendige Verfassungsnorm liefern würde bei zukünftigen Kindheitspolitiken (etwa in den Bereichen „autorité parentale", Bildungspolitik, Jugendschutz, etc.).
  • Wir begrüßen, dass die luxemburgische Regierung zu den Erstunterzeichnern des dritten Fakultativprotokolls zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes zählt. Mit diesem Protokoll wird Kindern ein Instrument gegeben, mit dem sie selbst ihre Rechte durchsetzen können.  Wir wünschen, dass das luxemburgische Parlament nun eine zügige Ratifizierung des 3. Zusatzprotokolls  beschließt[3].
  • Wir laden alle Akteure des Sozialwesens ein, sich ebenfalls aktiv an der Umsetzung des neuen Aktionsplans 2012-2015 für Kinderrechte des Europarats einzubringen. Der Europarat hat am 15. Februar 2012 eine neue Strategie zur Umsetzung grundlegender Standards zum Schutz und zur Förderung von Kinderrechten verabschiedet. Sie soll den 47 Mitgliedsstaaten als Leitfaden, Ratgeber und Unterstützung dienen, um die Kluft zwischen Standards und Praxis zu überbrücken. Der Aktionsplan sieht vier Themenfelder vor, die in Luxemburg folgende Aspekte umgreifen könnten: [4]
    • Förderung von kinderfreundlichen Diensten und Verfahren (in den Bereichen Justiz, Gesundheits- und Sozialdienste):
      • Evaluation der Erfahrungen mit Kinderanwälten;
      • Vergleich der betreffenden Praxis in den drei Justizdistrikten;
      • Zugang verbessern zum Kinder- und Jugendgericht
      • Kinder mit „Maladies rares" soll unbürokratischer geholfen werden;
      • Fortsetzung der Bemühungen im Bereich der Vernetzung der Akteure im Gesundheitswesen
      • Überprüfung der Berücksichtigung der Sichtweise der Kinder im Rahmen sozialpädagogischer Diagnostik (protection de la jeunesse, loi AEF, loi aide sociale, Scheidungs- und Adoptionsverfahren) sowie der Evaluation der erfolgten Maßnahmen und Interventionen;
      • Berücksichtigung der Kinderrechte in den Qualitätsstandards der ASFT-Dienstleister, sofern Qualitätsstandards vorhanden sind.
    • Abschaffung aller Formen von Gewalt gegen Kinder (einschließlich sexueller Gewalt, Kinderhandel, körperlicher Züchtigung und Gewalt an Schulen):;
      • Institutionelle Gewalt verhindern durch Qualitätsstandards, institutionsinterne „whistle blower"-Kontaktpersonen und freiwillige Selbstverpflichtungen von Institutionen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten[5]
      • Prävention vernetzen: Schule, Kindertagesbetreuung, Freizeit und Familie sind Lebenswelten von Kindern, die im Rahmen der Präventionsarbeit Berücksichtigung finden sollen.
    • Sicherung der Rechte von besonders schutzbedürftigen Kindern (wie z. B. von Kinder mit Behinderungen oder inhaftierten Kindern, von Kindern in Betreuungseinrichtungen, von Migranten- und Roma-Kindern):
      • Freiwillige Selbstverpflichtung
      • Qualitätsüberprüfung und Kontrollfunktion durch die „agents enfance et jeunesse" ausweiten auf Bereiche, die nicht klassischerweise mit ASFT-Dienstleistern bzw. im Dienstleistungs-scheck-System vorgesehen sind.
    • Förderung der Teilhabe von Kindern
      • Praxis der Partizipation in den Aus- und Weiterbildungen stärken.
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RADELUX-calendrier des travaux (actualisé au 3 mai 2012) Imprimer Email
En annexe le calendrier actualisé du projet RADELUX. 
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Prof. Friesenhahn: Herausforderungen an die Professionalisierung Sozialer Arbeit Imprimer Email
Herausforderungen an die Professionalisierung Sozialer Arbeit - Eine europäische Perspektive

Vortrag von Prof. Dr. Friesenhahn - EASSW- Hochschule Koblenz an der Université du Luxembourg - 26.3.2012
 
Communiqué de presse: Kannerrechter an d'Verfassung! Imprimer Email

Kannerrechter gehéiren och an d'Lëtzebuerger Verfassung ! Kinderrechte auch in die luxemburgische Verfassung ! Il faut inscrire les Droits de l'Enfant à notre constitution !

Bei der anstehenden Reform der luxemburgischen Verfassung sollten die Kinderrechte ebenfalls berücksichtigt werden. Dies fordert die „Association Nationale des Communautés Éducatives et Sociales", der luxemburgische Fachverband für Soziale Arbeit, und unterbreitet der zuständigen Parlamentskommission einen diebezüglichen Vorschlag.

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Zwei Traditionen - eine Zukunft Imprimer Email

Zwei Traditionen, eine Zukunft! (Beitrag im Luxemburger Wort vom 6. April 2012)

In der zweiten Märzhälfte standen die Sozialberufe im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Vom 20. bis zum 26. März fand eine Aktionswoche statt während der auf internationaler Ebene die Verbände und Organisationen eine globale Sozialagenda[1] gefordert haben. Auf nationaler Ebene veranstalteten die Berufsorganisation der Sozialberufe ihre Jahresversammlungen und die Universität Luxemburg lud zu einem Konferenzabend ein.[2]

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Release of the global Social Agenda Imprimer Email

Wozu brauchen wir einen  World Social Work Day?

Ein Beitrag von Prof. Dr. Günter Friesenhahn zum World Social Work Day 2012

Unbestritten ist, dass die politische  Stabilität  und die wirtschaftliche  Prosperität  eines Landes wichtig sind. Aber sie verlieren an Wert, wenn  nicht gleichzeitig soziale Gerechtigkeit erfahren, politische Teilhabe realisiert und die Erfahrung des notwendigen materiellen Ausgleiches  zwischen den Mitgliedern einer Gesellschaft gemacht werden kann. In Deutschland  ist ein solcher Anspruch auch in der  Verfassung grundgelegt: „Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat." Konkrete Leistungsforderungen können aus diesem Statement  indes  nicht abgeleitet werden und deswegen wird um die Auslegung dieses Anspruches  in einer  dynamischen  Gesellschaft immer wieder gerungen.

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arc-bulletin 121 erschienen Imprimer Email

Ende Dezember 2011 ist die Ausgabe 121 des arc-bulletin erschienen. Fachartikel zu folgenden Themen sind in dieser Ausgabe zu lesen:

  • Kinderrechte in die Verfassung - Stellungnahme der ANCES zur Verfassungsreform
  • Qualitätsstandards und -entwicklung in der Sozialen Arbeit
  • Studium der Sozialen Arbeit in Luxemburg
  • RESONORD im Portrait

Ce numéro peut être commandé par courriel à Cette adresse email est protégée contre les robots des spammeurs, vous devez activer Javascript pour la voir. et moyennant un virement au compte indiqué ci-après: Prix de ce numéro: 10 € (frais de port inclus) à virer sur le compte chèque postal de l’ANCES a.s.b.l.: IBAN LU37 1111 0029 7767 0000 (CCPL). Consultez l'archive des anciens bulletins numérisés sous www.luxemburgensia.bnl.lu, un répertoire des mots-clés se trouve sur le site de l'ANCE).

Inhaltsverzeichnis - arc 121 - Dezember 2011

S. 1 Editorial: Unfreiwilliges Soziales Jahr - Charel Schmit
S. 3 Zu dieser Ausgabe - Redaktionsteam
A ANCES-Informationen
S. 5 01 Un travail systématique : besoin d‘un réseau - Georgette Grein
B Kannerrechter
S. 9 02 Kannerrechter gehéiren och an d‘Lëtzebuerger Verfaassung!
S. 11 03 Appel à participation – RADELUX
C Artikel aus Theorie und Praxis, Interviews, Meinungen, Kommentare
S. 14 04 Reflexion der Praxis – Qualitätsentwicklung in der Jugendhilfe - Elke Krämer, Rainer Zech
S. 19 05 Qualitätsstandards für die Heimerziehung - Ulla Peters, Claudine Reichert
S. 22 06 Peer Evaluation in der Jugendhilfe - Robert Wagner
S. 27 07 Vers l’élaboration de standards de qualité pour le travail psycho-socio-éducatif dans les lycées - Claire Russon
D Sozialportal
Vorstellung von Einrichtungen, Projekten und Akteuren
S. 31 08 Regionale Sozialzenter Norden – RESONORD - Julia Gregor-Rodrigues
E Aktuelles aus der Lehre
Sciences Sociales et Educatives – Universität Luxemburg
S. 38 09 News

S. 39 10 Témoignages: Auslandssemester an der Universität zu Köln, Interview von Carole Biwer mit Stéphanie Arend und Manou Flammang,

Objectif Plein Emploi-Solidarwirtschaft, Dritter Sektor. Strategie für mehr Beschäftigung? - Irina Vellay
S. 43 11 Unter der Lupe : Konzept des Bachelor-Studiengangs in Sozial- und Erziehungswissenschaften - Claude Haas
F Schwaarzt Briet
S. 46 12 Ici et Ailleurs
S. 48 Extraîts des statuts de l‘ANCES modifiés le 27 avril 2011

 

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